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Geschrieben von Ruth
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Mittwoch, den 10. März 2010 um 13:51 Uhr |
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Angeblich lernt der Mensch ja lebenslang, nur vergisst er das Meiste auch
wieder,
leider. Wie ich da drauf komme, wirst du fragen lieber Andreas. Wir
haben letzte Woche die ultimative Herausforderung bestanden, indem wir uns
als Grosseltern bewähren mussten.
Die Enkelkinder waren uns für EINEN GANZEN TAG anvertraut. Meine Tochter hat
mir jede Menge Verhaltensregeln gegeben, was ich alles darf und was nicht,
dass ich auf keinen Fall der Kleinen Wiener Würstchen füttern darf, dem
Kleinen aber Schokolade so viel ich will usw.
Milde gelächelt hab ich, als ob ich das nicht allles schon wüsste,
schliesslich habe ich 3 Kinder erzogen, was soll da schon schief gehen?
Schief gegangen ist auch nichts , eigentlich, aber es war ein Tag, an dem
ich alles wieder lernen musste, was ich inzwischen vergessen hatte.
Das grösste Hindernis war, am Rande bemerkt, die blöde Babyschale, die weder
mein Mann(technisch begabt) noch ich (technisch unbegabt) zu handhaben
wussten. Baby schreit, die Bändel sind zu kurz
oder das Kind zu dick
angezogen, keine Ahnung, jedenfalls haben wir den geplanten Ausflug
gestrichen und sind daheim geblieben, weil wir das Kind nicht festzurren
konnten.
Der Opa war zornig und hat (vor den Kindern), die es Gott sei Dank noch
nicht verstehen schlimme Worte gesagt und beinahe wäre der Sitz im Müll
gelandet.
Ich weiss es jetzt wieder, was ich vergessen habe, Kinder sind wunderbar,
aber anstrengend. Wir waren fertig wie Brot am Abend und mein ganzer Respekt
gehört den Eltern, die diese Herausforderung Tag für Tag meistern.
Übrigens schmecken Babynahrungsgläschen schauderhaft (nicht mal der
Nachbarshund wollte den Rest fressen und der frisst sonst alles), vielleicht
stelle ich mal Rezepte in den Speiseplan für schmackhafte Babynahrung,
Geschmack kann man ja bilden und damit kann man nicht früh genug anfangen.
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Geschrieben von Ruth
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Montag, den 08. März 2010 um 15:06 Uhr |
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Andreas, warum musst du immer so logisch sein, das ist mir viel zu hoch. Das
was du da andeutest, wollte ich damit keineswegs behaupten und in Mathe war
ich noch nie gut. Und muss man denn immer alles messen?
Das mit der emotionalen Intelligenz kann man eben nicht messen. Das ist ja
das Gute daran, so kann jeder von sich behaupten, dass er sie hat. Ist das
nicht wundervoll.
Nette Menschen sind einfach emotional intelligent.
So wie ich zum Beispiel. Du kannst ja mich als Massstab nehmen.
Und was bitte hat das Gehirn mit einem Schnitzel gemeinsam?
Ich finde du wärst emotional intelligent, wenn du dich nicht mehr darüber
aufregen würdest, wenn ich deine Anweisungen was ich auf dem Rechner machen
soll nicht immer gleich verstehe und drei mal fragen muss und wenn du nicht
mehr sauer wirst, wenn mein Speiseplan in allerletzter Minute eintrifft.
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Geschrieben von Andreas
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Samstag, den 06. März 2010 um 14:39 Uhr |
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Meine liebe Ruth, 80% von zwei Schnitzeln bleiben trotz allem mehr, als 80% von nur einem Schnitzel. Da ist das mit den 20% Kalogrienverbrauch durch das Gehirn, wie so vieles, eben relativ. Und dass Menschen mit hohem Intelligenzquotienten ihre Nahrungsaufnahmemenge besser im Griff haben, als solche mit niedrigerem, würde ja bedeuten, dass intelligentere Menschen tendentiell weniger fettleibig wären. Wenn dem so ist, müsste man im Umkehrschluss aus der Leibesfülle auf den jeweiligen Intelligenzgrad schließen können, oder?
Übrigens, kann man den emotionellen Intelligenzquotienten auch messen? |
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Geschrieben von Ruth
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Samstag, den 06. März 2010 um 09:04 Uhr |
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Studien gibt es ja zu allem und jedem, jeden Tag höre ich was Neues. Vor
Jahren ergab mal eine Studie, dass Babies, die gestillt wurden eine höhere
Intelligenz haben, als andere.
Lässt das denn den Schluss zu, dass Intelligenz essbar ist?
Schön wär´s.
Angeblich verbraucht die Aktivität des Gehirns 20% der aufgenommenen
Energie. Mehr essen und mein IQ steigt? Fast fürchte ich, dass lediglich der
Gewichtsanzeiger auf meiner Waage nach oben schnellt und ich keinen Deut
schlauer bin als zuvor
.. Das ist leider die schlechte Nachricht. Zudem
steigt der IQ nach dem Jugendalter sowieso kaum noch.
Aber die gute Nachricht Andreas ist, der ganz allgemeine herkömmliche
Intelligenzquotient ist sowieso aus der Mode. Heute zählt die emotionale
Intelligenz, die ist massgebend für Erfolg im Leben. Selbstwahrnehmung,
Selbstbeherrschung, Eigenmotivation, Einfühlungsvermögen und Geschick im
Umgang mit den Mitmenschen, das ist wichtig. Und diese lässt sich mit
zunehmendem Alter auch noch erhöhen.
Wie aber sieht der emotional intelligente Esser aus?
Er isst nicht aus Frust, sondern nur wenn er Hunger hat. Im Restaurant ist
er ein angenehmer geduldiger Gast, der das Servicepersonal freundlich
behandelt und ein ordentliches Trinkgeld gibt. Zu Hause hilft er beim
Abwasch, putzt das Gemüse, deckt den Tisch, geht einkaufen, isst dankbar auf
was ihm vorgesetzt wird. Bedankt sich bei der Köchin für das gute Essen.
Bringt ab und zu einen Blumenstrauss nach Hause .
Gut, dass diese Art von Intelligenz an keine Altersgrenze gebunden ist,
sondern lebenslang erhöht werden kann.
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Es gibt Menschen, die schrecken vor nichts zurück |
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Geschrieben von Ruth
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Dienstag, den 02. März 2010 um 17:46 Uhr |
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Also Andreas,
ich weiss ja, dass du sehr gerne die Sendung mit der Maus anschaust. Sehr
lehrreich. Da zeigen sie doch immer wie man was herstellt.. oder? Ich hab`s
mal für Streichhölzer gesehen und für Schrauben. Meinst du die haben auch
mal gezeigt wie man Kartoffelchips macht?
Es gibt Leute, denen täte es schon gut sich ab und zu mal sowas an zu
schauen.
Wie ich darauf komme?
Das glaubt mir niemand, wenn ich das erzähle.
Ein netter Mensch, den ich ganz gerne mag kam vor einiger Zeit in meine
Küche und erzählte mir begeistert von einem neuen Rezept welches er soeben
erfunden hat. Da ich ja immer an neuen Rezepten interessiert bin war ich
auch sofort ganz Ohr.
Also halt dich fest oder setz dich hin:
Er wollte Kartoffelgratin machen, hatte aber nicht mehr genug Kartoffeln,
also da schon mal dumm gelaufen oder, er hätte ja auch Nudelgratin machen
können, aber nein, es muss Kartoffel sein.
Also, nachdem er alles abgesucht und nichts gefunden hatte, ausser einer
betagten Tüte Kartoffelchips kam ihm die rettende Idee.
Da ja Kartoffelchips aus getrockneten Kartoffeln gemacht werden, dachte er,
müssen sie ja nur in Flüssigkeit eingeweicht werden, damit sie wieder ihren
ursprünglichen Zustand erreichen können ( da kommt eben die Sendung mit der
Maus ins Spiel, denn da hätte er ja gelernt, dass dem nicht so ist).
Er nahm also die Chips, weichte sie in Milch ein, schüttete sie in die
Gratinform und schob das alles in den Ofen zum Backen.
ER behauptet es hätte wunderbar geschmeckt und ich müsst das unbedingt auch
machen, aber ich kann´s nicht. Allein der Gedanke an die aufgeweichten
labberigen Dinger treibt mir einen Schauer des Entsetzens über den Rücken.
Gepaart mit dem Geschmack von altem Frittierfett, bringt es mich fast zum
Weinen.
Na ja, Hauptsache er hatte Kartoffelgratin.
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