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Hühnchen im gewissen Alter......
Geschrieben von Ruth
Samstag, den 22. Mai 2010 um 10:38 Uhr

Eines schönen Sommers, ein Sommer wie man ihn sich schöner nicht wünschen
kann, begann es in unserem Auto unangenehm zu riechen. Zuerst nur ganz
leicht. Ein komischer Geruch, den man nicht so richtig identifizieren
konnte.

Der erste Gedanke war, die Kinder haben im Auto gegessen und irgend was
runter fallen lassen. Wir suchten alles ab, konnten aber nichts finden.

So putzte mein Mann das ganze Auto von innen mit einem gut riechenden
Putzmittel. Ohne Erfolg , es wurde schlimmer. Nach und nach verstärkte sich
der Geruch zum Gestank und bei voller Sonneneinstrahlung, konnte man es
innen fast nicht aushalten.

Wir kauften ein Innenraumdeo.

Nur, der Gestank, vermischt mit dem Deo war noch um Einiges grässlicher, als
der Gestank alleine. Dann kam uns die Idee, dass vielleicht ein Marder
irgendwie im Motorraum verendet war und jetzt vor sich hin weste. Wir gaben
das Auto in die Werktsatt, alles wurde abgesucht, nichts gefunden.

Inzwischen musste mein Mann sich täglich schwer überwinden überhaupt in das
Auto ein zu steigen, ja der Geruch verfolgte ihn den ganzen Tag und wir
wussten, so kann es nicht bleiben.



Eines Tages, mein Mann litt wieder in seinem Auto, musste er wegen eines
Radfahrers eine Vollbremsung machen. Dabei schoss ihm etwas vor die Füsse.

Er hielt an, um zu sehen was das denn ist und………

Es waren Hühnerbeinchen. Jedenfalls waren es mal welche gewesen, als sie
noch frisch waren. Nun war es ein aufgequollenes Etwas, eingeschweisst in
(Gott sei Dank!!!) sehr haltbare Folie.

Manchmal vergisst man ja was, aber plötzlich fiel mir ein, dass ich vor
einiger Zeit einkaufen war und als ich zu Hause auspackte, da fehlte mir
eine Packung Hühnchenschenkel. Ich war echt ärgerlich über mich, weil ich
sie so einfach im Laden hab liegen lassen und ich konnte mich genau
erinnern, dass ich sie an der Kasse auf das Band gelegt und auch bezahlt
hatte.

Jetzt wusste ich definitiv, dass ich mich nicht geirrt hatte.



Irgendwie sind sie wohl aus der Einkaufstasche raus gefallen und unter den
Sitz gerutscht. Dort haben sie einen ausgeprägten Reifeprozess durchlaufen
und sind schliesslich wieder zum Vorschein gekommen.

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis mein Mann wieder Hühnchen essen
wollte.


verstecktes huhn

Dank für das Foto an Cathrin - Hier geht es zu Cathrins Internetseiten

 
WG: wo ist das nächste Mauseloch?
Geschrieben von Ruth
Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 19:40 Uhr


Geht`s dir auch manchmal so Andreas, dass du in Situationen kommst, wo
nichts dringender nötig wäre wie ein Mauseloch, in das du auf der Stelle
rein kriechen und verschwinden kannst?

Mir schon.

Gott sei Dank nicht jeden Tag, aber die Gelegenheiten wo es vorgekommen ist
werde ich mein Lebtag nicht vergessen.

Eine davon ereignete sich, als ich noch in der Gastronomie tätig war.

Wir hatten eine grosse Geburtstagsgesellschaft zu Kaffee und Kuchen
angemeldet. Über 100 Personen. Der Opa wurde 80. Die Kinder wollten ihn
damit überraschen und hatten die ganze Verwandtschaft und alle Freunde und
Bekannte dazu eingeladen.

Die Tochter war wenige Wochen davor bei mir um alles zu besprechen und auch
welche Kuchen und Torten es geben sollte.

Ich notierte mir alles und gab die Bestellung mit allen Einzelheiten an die
Konditorin weiter, die uns bei solchen Anlässen belieferte. Der Sonntag
rückte näher, ich rief nochmal bei der Konditorin an um die genaue Uhrzeit
der Lieferung ab zu machen.

Alles war Bestens.

Wir dekorierten die Tische, kochten den Kaffee, die Bedienungen standen in
den Starlöchern, es hätte eigentlich los gehen können, aber…….

es fehlten die Torten.

Noch eine Stunde und die Gäste würden erscheinen. Ich rief auf`s Festnetz
an, ich probierte es über`s Handy-----Nichts!


Leider geht in solchen Situationen manchmal meine Fantasie mit mir durch und
ich stellte mir lebhaft vor, was geschehen würde, wenn die gesamte
Geburtstagsgesellschaft fassungslos vor dem leeren Kuchenbuffet stehen
würde.

Ich bin aber auch ein vorsichtiger Mensch und arbeite nicht gerne ohne Netz
und doppelten Boden .Daher habe ich immer einen reich gefüllten
Vorratsschrank, aus dem man sich im Notfall bedienen kann.

Ich hatte also ca. 15 Wiener Tortenböden vorrätig und Kirschen im Glas und
Sahne war sowieso reichlich vorhanden.

Daraus kann man….. richtig geraten, Schwarzwälder Kirschtorte machen.

Zwar war bei der Vorbesprechung schon auch Schwarzwälder bestellt worden,
nur nicht ausschliesslich.

Was soll´s, alles ist besser als nichts. Alle Bedienungsmädel wurden in die
Küche beordert, zogen Schürzen über ihre Bedienungskleider und dann legten
wir los.

Alles was Hände hatte baute Kirschtorten, wir sparten nicht mit dem
Kirschwasser und innerhalb einer knappen Stunde standen 15 Schwarzwälder
Kirschtorten auf dem Buffet. Manche ein wenig windschief, aber immerhin.

Eigentlich sah es richtig klasse aus.

Die Gäste kamen und mit ihnen natürlich auch der Opa.

Heute noch sehe ich das Gesicht der Tochter vor mir, die die Torten
ungläubig an starrte, den Mund auf machte um zu protestieren, nur der
Grossvater kam ihr zuvor und sagte mit strahlendem Gesicht:

Nein, dass ihr daran gedacht habt wie gerne ich Schwarzwälder Kirschtorte
esse, aber sooo viel, das wäre doch nicht nötig gewesen.

Niemand, wirklich niemand sagte auch nur ein einziges Wort, dass es so nicht
abgemacht war.

Die bestellten Torten sind an diesem und auch an keinem anderen Tag mehr
geliefert worden. Warum wissen allein die Götter. Ich hab nie mehr etwas von
ihr gehört….. , ich hätte es ihr auch nicht geraten!

 
Endlich mal Ruhe?!!
Geschrieben von Ruth
Montag, den 03. Mai 2010 um 19:59 Uhr


Nun ja, Andreas, ich war nicht online. Nicht nur im Internet, sondern
gesamthaft. Will heissen auch kein Telefon und somit war ich von der
Aussenwelt abgeschnitten.

Lehrreiche Erfahrungen hab ich gemacht in dieser Zeit, unter anderem mit
unserer Telefongesellschaft.

Eigentlich bin ich gar nicht cholerisch veranlagt, so dachte ich zumindest,
aber die automatische Störungsannahme hat einen solchen Wutausbruch bei mir
ausgelöst, dass ich fast vor mir selber erschrocken wäre.

Bitte nennen sie ihre Rufnummer mit Vorwahl….

Ich nenne….

Die Stimme antwortet : verstanden wurde…..

falsch,

also nochmal

verstanden wurde…….

Falsch,

und nochmal und nochmal und nochmal und nochmal,

bis ich nicht mehr konnte.

ENDLICH war ein Mensch am Handy, freundlich und so kompetent, nimmt meinen
Störungsfall auf und verspricht an zu rufen, wenn alles o.k. ist.

Erleichtert gehe ich schlafen, hebe anderntags den Hörer ab, aber es tutet
immer noch besetzt.

Dafür klingelt mein Handy ununterbrochen, weil alle mir mitteilen wollen,
dass das Telefon nicht funktioniert. Weiss ich ja schon, ich habe alles
gemeldet. Es wird Mittwoch, dann Donnerstag, das Telefon tutet besetzt.

Ich will einfach nicht nochmal anrufen, wegen der Stimme, die immer sagt:
verstanden wurde.

Aber was bleibt übrig, ich mach´s nochmal.

Vor Urzeiten der Kurs entspanntes Atmen…wie war das nochmal? Schliesslich
kann man alles mal brauchen was man im Leben gelernt hat. Ich atme, rufe an
und wer sagt´s denn ich war die Ruhe selbst.

Der freundliche junge Mann hört mir geduldig zu, ich bemühe mich daher auch
meinen Unmut nicht allzu deutlich zu zeigen und nachdem er mir erklärt es
wäre eine Massenstörung? (was ist das?) und sie arbeiten mit Hochdruck an
diesem Problem und am Abend gehe das Telefon und alles wieder, war ich sehr
erleichtert und fast dankbar für so viel Entgegenkommen.

Beruhigt gehe ich schlafen und noch vor dem Frühstück hebe ich den Hörer
ab……. Es tutet besetzt.

Na gut bei einer Massenstörung???? Kann das ja mal vorkommen und ich nehme
mir vor einfach mal geduldig zu sein und nicht immerfort zu stressen.

Das Wochenende kommt und geht, der Montag kommt und geht auch wieder. Am
anderen Donnerstag aber reisst nicht bei mir, oh nein, ich habe ja geatmet,
sondern bei meinem lieben Mann der Geduldsfaden.

Wenn du nicht anrufst, dann mach ich das, sagt er und seine Stimme und der
Gesichtsausdruck lässt nichts Gutes vermuten. Also erkläre ich mich bereit
und mach`s halt nochmal.

Anruf, alles gleich wie oben beschrieben, endlich wieder ein Mensch. Wieder
ein netter junger Mann. Ich erkläre das Problem so freundlich ich nur kann
und dann teil er mir mit bei ihnen läge keine Störungsmeldung vor, warum ich
denn nicht schon längst angerufen hätte.

Was soll ich sagen, ich kann mich nicht mehr erinnern, vielleicht bin ich
einfach umgefallen.


endlich mal ruhe

Dank für das Foto an Cathrin - Hier geht es zu Cathrins Internetseiten

 
Schau doch mal in der obersten Schublade nach!!!
Geschrieben von Ruth
Samstag, den 01. Mai 2010 um 09:20 Uhr

Hast du auch eine Schublade Andreas? Damit meine ich nicht irgendeine,
sondern DIE SCHUBLADE!

Meine ist in der Küche und egal was ich suche, das Rezept von der schellen
Mousse au Chocolat, oder die Batterien für die Taschenlampe, die ich erst
kürzlich gekauft habe, zuerst schaue ich dort nach. Jedenfalls wenn ich es
an dem Platz, an den es eigentlich hin gehört, nicht finde.

Leider finde ich es aber meistens auch in dieser Universalschublade nicht.

Ich finde zwar die kleine Schere, die ich vor zwei Wochen so dringend
gesucht habe und meine Ersatzlesebrille, die ich auch schon schmerzlich
vermisst habe, ja sogar den Schraubdeckel von meinem Sahnebläser von dem ich
dachte er wäre für immer verloren.

Nur das was ich im Moment so dringend bräuchte, das kommt nicht zum
Vorschein.

Warum nicht?

Weil sie einfach viel, viel zu voll ist. Ja, sie geht schon fast nicht mehr
zu

Jedes Mal, wenn ich sie notgedrungen aufmache, nehme ich mir vor sie
aufzuräumen, nur weiss ich genau, das dauert.

Da ich aber vor kurzen eine Quittung gesucht habe, die ich wirklich dringend
brauchte, ging ich dann doch daran, sie auszuräumen.

Schicht um Schicht nahm ich also die vielen Dinge heraus und verteilte sie
sorgfältig geordnet nach Kategorien, wegwerfen oder behalten, auf dem
Küchentisch.

Die Bilder vom letzten Familientreffen, die meine Schwester mir geschickt
hat, die vielen Zettel, auf denen ich Rezepte oder sonst was notiert hatte,
das Döschen mit den Gummiringen von den Zahnspangen der Kinder, die Eieruhr
in Form einer Tomate ist zwar kaputt, aber die hat mir meine beste Freundin
zur Hochzeit geschenkt, jede Menge angebrannte Kerzen, die kann man ja mal
brauchen, wenn der Strom ausfällt, die Gebrauchsanweisung für die
Eismaschine (muss mal auf dem Speicher nachschauen ob ich die noch habe!),
die kleine Walze für Linoldruck, 10 Päckchen mit Eierfarben ( so was Blödes,
hab grade wieder welche gekauft), 2 Dutzend Erfrischungstücher und jede
Menge Cremeproben aus der Apotheke ( wie lange sind die eigentlich haltbar?)

Der „behalten“ Haufen wächst stetig an und die Zeit rast. Ein Blick auf die
Uhr sagt mir, dass ich schon geschlagene 3 Stunden in dieser verflixten
Schub

lade herumkrame, keinen Schritt weiter gekommen bin, die Quittung nicht
gefunden habe und ich jetzt schleunigst alles weg räumen muss, wenn ich noch
ein halbwegs vernünftiges Abendessen auf den Tisch bekommen will.

Also räume ich alles so ordentlich wie es geht wieder ein und nehme mir vor
WIRKLICH aufzuräumen, wenn ich mehr Zeit habe.

Ach ja, was war mit der Quittung?

Die habe ich dann doch im vordersten Fach in meinem Geldbeutel gefunden.


Schublade

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Ruth nicht ONLINE!
Geschrieben von Andreas
Freitag, den 23. April 2010 um 17:51 Uhr

Leider hat die fleißige Blogschreiberin Ruth momentan keinen Internetzugang. Das geht nun schon einige Tage, und die Telekom kann noch keinen Termin nennen, an dem es wieder funktioniert.
Also, liebe Blogfans, nicht verzagen, es dauert hoffentlich nicht mehr lange.

 
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