Saison-Tipps April PDF Drucken E-Mail

Einheimische Früchte und Gemüse im Monat April

spitzkohlEin Gemüse, welches im Monat April frisch auf den Markt kommt ist der Spitzkohl. Er ähnelt dem normalen Weißkohl, hat aber einen nach oben spitz zulaufenden Kopf und ist insgesamt etwas kleiner. Er ist die früheste Kopfkohlsorte. Sein Geschmack ist milder und dezenter als der seines großen Bruders, aber er ist dafür deutlich besser verträglich. Darum kann er auch sehr gut roh gegessen werden, ohne die üblichen Begleiterscheinungen aus zu lösen wie z. B. Blähungen und andere unangenehme Empfindungen.

<Spitzkohl bei Wikipedia>   <Spitzkohl bei Slow Food Deutschland>

Hier ein feines Rezept für einen frischen Spitzkohlsalat mit Bärlauchvinegrette:

4 EL Weißweinessig, 6 EL Olivenöl und 1 TL Dijonsenf miteinander gut verrühren, 1 Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und 4 EL fein geschnittenen Bärlauch darunter mischen. Die Vinegrette mit Salz und grobem Pfeffer aus der Mühle würzen. 2 kleine Spitzkohlköpfe längs halbieren, den Strunk wegschneiden. Den Kohl dann quer in ganz feine Streifen schneiden oder auf dem Gemüsehobel fein hobeln. Auf einem Teller anrichten und die Bärlauchvinegrette darüber verteilen. Ein vollständiges Abendessen wird daraus, wenn man ein oder zwei hart gekochte Eier viertelt und auf dem Salat anrichtet.
 



geerntete Bärlauchblätter

Also Bärlauch gibt´s auch schon im April, er streckt seine Nase schon im aller ersten Frühjahr heraus, wenn grade erst die Sonne beginnt zu wärmen. Ihn kann man schon von weitem riechen mit seinem Knoblaucharoma. Es ist so einfach Bärlauch zu finden, immer nur der Nase nach und dann kann nichts schief gehen.
Leider kann man die Blätter auch mit denen des Maiglöckchens verwechseln, aber das kommt mit größter Wahrscheinlichkeit im ganz frühen April noch nicht vor. Zudem kann man ihn zweifelsfrei an seinem Geruch identifizieren.
Maiglöckchen sind g i f t i g!!! Darum also Hände weg. Wer sich nicht sicher ist, sollte lieber auf dem Wochenmarkt einkaufen gehen, das ist lebensverlängernd im Zweifelfall.
Da es Bärlauch meisten in Massen gibt und es doch schade ist etwas verkommen zu lassen, gibt es gute Möglichkeiten ihn zu konservieren. Eine der besten ist die Pestomethode. Ein Pesto mit Pasta oder Crostini mit Pesto zum Aperitif sind immer willkommene Lückenbüßer, wenn plötzlich Gäste kommen oder wenn man keine Lust zum Kochen hat, also raus ins Freie und Bärlauch gepflückt.

Hier ein feines Rezept für ein Bärlauchpesto:

200g Bärlauchblätter entstielen und sehr fein verwiegen. Mit 4-5 EL Olivenöl und 4-5 EL geriebenem Pamesankäse und gehackten Pinienkernen oder Mandelkernen oder Walnüssen vermischen und mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. In ein Glas mit Schraubverschluss füllen und ganz fest verschließen. Nach einem Tag solltest du nach schauen ob das Pesto gut mit Öl bedeckt ist, wenn nicht dann gieße einfach noch ein wenig Olivenöl darauf, dass es ganz bedeckt ist. So ist das Pesto gut 3 Monate haltbar, wenn es dunkel und kühl gelagert wird. Vorausgesetzt, du hast sauber gearbeitet, denn sonst können Mikroorganismen das Pesto rasch verderben.

<Bärlauch bei Wikipedia>
 



Wenn immer noch die weiße Pracht (Schnee im April?!!) von oben kommen kann, hat es logischerweise nicht gar so viel, was hier zu Lande frisch geerntet werden kann. Doch gibt es auch, von unten kommend , prachtvolle  Kohlrabi, die man schon im April frisch genießen kann. Als Kind konnte ich dieses KohlrabiGemüse, was größtenteils in einer weißen Mehlpampe schwamm, überhaupt nicht leiden. Inzwischen ist es aber erstaunlicherweise zu einem meiner Lieblingsgemüse aufgestiegen. Es kommt halt doch immer auf das gewusst wie an. Gekocht oder roh ist der Kohlrabi ein echtes Highlight im Speisezettel. Ganz fein auf der Gemüsereibe gerieben und mit einer einfachen Vinegrette (s.o.) angemacht, schmeckt er so lecker, dass selbst Kohlhasser ihn widerstandslos essen.
Er ist reich an Kalzium, Magnesium, Folsäure, Kalium und Vitamin C.

Das Einzige was mich immer ärgert ist der viele Kompostabfall, denn wer auf seinem Balkon nicht zufälligerweise ein paar Hasen züchtet, deren Lieblingsspeise die zarten Blättchen sind, der hat sehr viel Abfall. Sind die Blättchen aber ganz jung , dann sind sie, klein geschnitten, eine echte Bereicherung für jede Suppe als Grüneinlage oder über einen Salat gestreut oder in einem feinen französischen Omelette. Die Blättchen übertreffen sogar die Knolle an den erwähnten Inhaltsstoffen. Bunnys wissen eben was gut ist!!

Hier ein feines Rezept für ein Omelette mit zarten jungen Kohlrabiblättchen:

12 Eier aufschlagen und mit einem Schneebesen recht schaumig rühren. Junge Kohlrabiblätter sehr fein verwiegen und unter die Eiermasse mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. In einer Bratpfanne 1 EL Butter nicht zu stark erhitzen und die Eier in die Bratpfanne geben. Bei mittlerer Hitze solange braten bis das Ei anfängt zu stocken. Wenn kein flüssiges Ei mehr auf der Oberfläche schwimmt, das Omelette auf einen großen Teller gleiten lassen und die Pfanne umgedreht über den Teller halten. Nun das Omelette zusammen mit Pfanne umdrehen, so dass das Ei von der anderen Seite in der Pfanne liegt. Noch einige Minuten weiterbraten, damit auch auf der unteren Seite eine Kruste entsteht.
Das fertige Omelette heraus nehmen und mit etwas dicker süßer Sahne übergießen.
 



Rhabarber Was ist das für ein Gemüse, das auch heute noch, wo es doch eigentlich immer alles gibt, nur im Frühling frisch angeboten wird? Ganz recht - der Rhabarber. Oder hast du schon mal im Dezember Rhabarber frisch kaufen können? Ich jedenfalls nicht. Rhabarber wird in Europa eigentlich erst kulinarisch verwendet, seit es erschwinglichen raffinierten Zucker zu kaufen gibt, denn ohne den ist er viel zu sauer um ihn essen zu können. Als Arznei gegen Verdauungsstörungen kennt man schon lange die Auszüge aus der Wurzel. Er ist zwar ein Gemüse, wird aber wie Obst in der Küche behandelt.

Zu den vielen Rezepten, die es für die Zubereitung von Rhabarber gibt, will ich trotzdem noch eines hinzu fügen, nämlich das Rhabarber-Confit. Das ist was ganz feines und kann zu Weichkäse als Ausklang eines Menüs, aber auch zu Fleischgerichten im Hauptgang oder als Topping für Parfaites gereicht werden.

Hier das Rezept:

50g Zucker und 50g Butter in einer weiten Pfanne hellbraun karamellisieren lassen. Mit 3El Aceto balsamico ablöschen und etwas einköcheln lassen. 150ml Cidre und 1El Honig sowie 2 Sternanis dazu geben und bei kleiner Hitze sirupartig einkochen lassen. Nun 300g Rhabarber in Stückchen geschnitten dazu geben und einmal aufkochen, zudecken und auskühlen lassen.

<Rhabarber bei Wikipedia>

 
 

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